Exemplarisch für die wachsende Wohnraumproblematik großer Städte ist die Situation in München. Natürlich auf einem sehr exponierten Level, aber dennoch: Es gibt kaum noch Liegenschaften auf die die Kommune selbst steuernd zugreifen könnte. Private Bauträger halten sich zurück oder kommen nicht an passenden Baugrund. Zumindest nicht an solchen, der, bebaut, lukrative Renditen verspricht. Die schlechten Lose gezogen haben dabei junge Familien und Ältere, die jeden Euro umdrehen müssen. Problematisch für die Städte: Die Zentren laufen zusehends Gefahr, zu Biotopen für besonders Wohlhabende zu werden, in den Randgebieten sammelt sich der Rest. Eigentlich heißt eine simple Gleichung: Stadt = Vielfalt. Und zwar nebeneinander und miteinander. Zur aktuellen Lage in München ein Beitrag von Michael Tibudd in der Süddeutschen Zeitung.