Um Geschwindigkeitsbegrenzungen im engeren Sinne geht es hier nicht, auch wenn eine Abkehr von dieser anachronistischen Dummheit hierzulande überfällig wäre. Es geht um andere Tempo-Probleme. Man muss sich wohl vergegenwärtigen, dass eine neue Mobilitätskultur (Elektromobilität, Intelligente ÖPNV-Modelle, intermodaler Verkehr u.a.m.) nicht so schnell zu etablieren ist, wie viele sich das eventuell wünschen, vor allem weil die Komplexität der Herausforderungen leider etwas unterschätzt zu werden scheint. Das ist aber kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Welche Faktoren auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik beachtet werden müssen, das lässt sich aus verschiedenen (nicht selten kontroversen) Positionspapieren ablesen. Und nein, es geht hier nicht um Statements der Automobilindustrie gegen fundamentalistische Motorisierungsverweigerer. Das EU-Projekt “Routes to 2050″ verspricht eine interessante Plattform mit ebenso interessanten Fragestellungen zu werden. Tun ließe sich jedoch schon heute etwas. Dass günstige Momente für grundsätzliche Weichenstellungen aber ungenutzt verstreichen wenn man einfach nicht will oder kann, das greift Christian Schwägerl in einem Kommentar für den “Spiegel” auf.