So schlimm kommt es hoffentlich nicht. Oder doch? Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe sind im Rahmen einer aktuellen Ausstellung Perspektiven, Konzepte und Visionen über das Leben und Wohnen nach der Klimakatastrophe in Augenschein zu nehmen. Das meiste sieht komischerweise nach 1970er Jahre Utopie aus, einiges immer noch erstaunlich interessant, vieles hingegen eher schauerlich. Dass die nächsten Jahrzehnte viele soziales und ökologische Veränderungen bringen werden, darüber lässt sich trefflich lamentieren. Ein Weg daran vorbei führt aber nicht. Ob urbanes Leben aber zwangsläufig wie in den Trümmern von Tschernobyl zu bewältigen sein wird, das wird sich auch daran messen, wieviel Entspanntheit und Unaufgeregtheit wir bei der Gestaltung einer “ökologischen Zukunft” an den Tag legen werden. Leider wurde das Thema Umwelt noch nie locker angegangen. Nicht von denen, die sich einen Kehricht drum kümmern, ebensowenig wie von jenen, die den Alleinanspruch des “richtigen” Weges für sich reklamieren. Stimmen zur Ausstellung in der FAZ und in der Tageszeitung.