Das Ruhrgebiet feiert sich gerade als europäische Kulturhauptstadt 2010. Und das wird, zumindest an den zentralen Anlaufstellen wie beispielsweise der Zeche Zollverein in Essen, ziemlich eindrucksvoll gemacht. Eindrucksvoll deshalb, weil man nicht mit gelackten, inhaltsleeren Bildhülsen belästigt wird. Eindrucksvoll, weil man nicht versucht, den Alltag mit seinen Ecken und Kanten, Hässlichkeiten und Widersprüchen durch das übliche Vermittlungsstyling auszublenden. Eindrucksvoll vor allem aber auch deshalb, weil eine große Liebe und Sympathie für die Menschen des Ruhrgebiets im noch lange nicht abgeschlossenen und gewiss schmerzhaften Strukturwandel spürbar ist.